Forschungsprobleme entstehen selten erst bei der Statistik. Häufig beginnen sie früher: bei unscharfen Begriffen, unklaren Forschungsfragen, ungeeigneten Designs, lückenhafter Dokumentation oder Datengrundlagen, deren Reichweite und Aussagekraft unklar bleiben.

Mein Zugang zu Forschung setzt deshalb nicht bei einzelnen Verfahren an, sondern beim Zusammenhang der Entscheidungen: Welche Frage soll beantwortet werden? Welche Begriffe tragen die Untersuchung? Welches Design passt zum Erkenntnisinteresse? Welche Daten können erhoben werden? Welche Auswertung ist begründbar? Und welche Interpretation ist durch die Datengrundlage wirklich gedeckt?

Das Ziel ist nicht, Forschung unnötig zu verkomplizieren. Entscheidend ist, Komplexität so zu strukturieren, dass Projekte fachlich tragfähig sind und praktisch umsetzbar bleiben. Dazu gehören Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine klare Reflexion der Grenzen empirischer Aussagen.

Themenfelder

Forschungsmethoden und Design

Klärung von Forschungsfragen, Begriffen, Untersuchungslogik, Operationalisierung, Stichproben, Erhebungsformen und methodischen Alternativen.

Statistik und Data Literacy

Auswertungsplanung, Datenverständnis, Interpretation statistischer Ergebnisse, Aussagekraft, Grenzen und verständliche Vermittlung quantitativer Verfahren.

Evaluation und Projektbegleitung

Planung, Durchführung und Reflexion von Evaluationen, von Zielklärung und Indikatoren bis zur Auswertung, Berichterstattung und Einordnung der Ergebnisse.

KI in Forschungsprozessen

Reflektierter Einsatz generativer KI zur Strukturierung, Recherche, Entwicklung von Forschungsfragen, Vorbereitung von Auswertungen, Datenverständnis und Textarbeit. Diese Perspektive fließt derzeit auch in den Aufbau des GUSE Praxisforschungs- und KI-Labs ein.

Forschungsberatung

Entscheidungen klären, Alternativen sichtbar machen

Typische Klärungspunkte

  • Forschungsfrage und Erkenntnisinteresse schärfen
  • Begriffe, Konstrukte und Operationalisierung prüfen
  • Design, Erhebung und Datengrundlage einschätzen
  • Auswertung, Interpretation und Aussagekraft reflektieren

Erfahrungskontext

Als Leiter der Forschungswerkstatt an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd begleite ich Forschungsprozesse in unterschiedlichen Qualifikations- und Projektkontexten. Gute Unterstützung besteht selten darin, fertige Lösungen vorzugeben. Entscheidend ist, Forschungsentscheidungen gemeinsam zu klären, Alternativen sichtbar zu machen und Projekte so weiterzuentwickeln, dass sie methodisch belastbar und praktisch umsetzbar bleiben.

Anschluss an Angebote

Forschungsbezogene Unterstützung kann als Workshop, Beratung oder Coaching angelegt sein. Je nach Anliegen geht es um einzelne Entscheidungen im Forschungsprozess, um eine längerfristige Begleitung oder um Schulungsformate für Gruppen, Studiengänge, Projektteams oder Forschungswerkstätten.

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